Vernissage
 

Künstler-Statement "Geister-Formen"


Wenn das Alte gleichzeitig das Neue ist:

Bernhard Stimpfl-Abele und Alexander Schreilechner versuchen in ihrer aktuellen Arbeit das Neue als Ergebnis von Umwandlungsprozessen zu entdecken. Die beiden Künstler konzentrieren sich dabei auf Zeichnungen alter Glasarbeiter und Formen der ehemaligen Glasfabrik Freudenthal aus längst vergangener Zeit, die "das Alte" repräsentieren und durch neue Perspektiven tatsächlich zu Neuem werden. Dabei entsteht das Neue aus zwei unterschiedlichen Ansätzen. Einerseits aus einer einfachen Kopie oder andererseits in Form eines Spiegelbildes, was einen weiteren Ausgangspunkt darstellt.

Spiegelbilder von dreidimensionalen Objekten auf dem Gebiet Skulptur und Schmuck lassen Objekte und Zeichnungen magisch, lebendig und in einem völlig neuen Licht erscheinen. Dies wiederum lädt zu einer grundsätzlichen Diskussion ein, denn im Gesamten kommt es bei der Kunst nicht auf das Alte, Neue oder Zeitlose an, sondern vielmehr auf das Lebendige. Alt und Neu sind keine Gegensätze, sie beziehen sich aufeinander, beschreiben eine Zeitfolge ohne ein Qualitätsurteil einzuschließen.

Ist ein Spiegelbild eine Kopie oder Kunst?

Es ist eine Kopie in Form eines Spiegelbildes, welches nicht einfach eine Kopie, sondern eine weitere Ansicht des Neuen ist.

"Wenn ein Spiegelbild von 0 eine wirkliche Imitation von 0 ist und Kunst Imitation ist, dann sind Spiegelbilder Kunst."
- Sokrates


Bernhard Stimpfl-Abele, Alexander Schreilechner
 

METALART & SCHMUCK | AUSSTELLUNG

Geisterformen



Opening: 26. und 27. August von 14.00 bis 21.00 Uhr – zeitgleich mit dem „Fest des gläsernen Tales“
Wirtshaus im Freudenthal, Freudenthal 4, Weißenkirchen i. Attergau
Dauer der Ausstellung bis 29. September


Auf künstlerischer Spurensuche in den Familienannalen: Bernhard Stimpfl-Abele ist Schmuckdesigner und Spross einer ehemaligen Glashüttendynastie im oberösterreichischen Freudenthal. Der Künstler setzt sich nach 2015 heuer zum zweiten Mal mit dem Thema Glas auseinander: in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Metalartdesigner Alexander Schreilechner entstanden mehr als 100 Schmuckstücke und Skulpturen. U.a. wurden aus der Vorlage jahrzehntealter Zeichnungen acht überlebensgroße Skulpturen designt, die Glasbläser bei der Arbeit darstellen und in den Themenweg „Das gläserne Tal“ integriert werden. Die Figuren, aus bespiegeltem Edelstahl, reflektieren die Natur, in der sie stehen, verschmelzen nahezu mit ihr, verzerren sie und – lassen sie als „Geisterformen“ erscheinen.
Mit dieser Ausstellung etablieren die Künstler gleichzeitig neue Formen des Kunsthandwerks wie Skulpturen und Schmuck aus Metall in Freudenthal.


26. Juli, Freudenthal. –– „In der Kunst kommt es für uns weniger darauf an, ob sie alt, neu oder zeitlos ist“, so die beiden Künstler Bernhard Stimpfl-Abele und Alexander Schreilechner, „sondern, vielmehr, dass sie lebendig ist.“ Außerdem seien Labels wie „alt“ und „neu“ keine Gegensätze: „Sie beziehen sich aufeinander und beschreiben eine Zeitenabfolge ohne dabei ein Qualitätsurteil einzuschließen.“
Mit der Ausstellung „Geisterformen“ designten die beiden Künstler Schmuckstücke zum Thema Glas und Glasproduktion in vergangenen Zeiten und ließen neben Glasflaschen auch Glasbläser auf jahrzehntealten Zeichnungen in dreidimensionaler Form wiederauferstehen. Die rund zwei Meter hohen Skulpturen aus bespiegeltem Edelstahl, spiegeln durch ihre Rundungen die Umgebung in verzerrter Form – „so ergeben sich geisterhafte Formen“. Dabei trieb die Künstler die Frage um: Ist das Spiegelbild, das die Skulptur reflektiert, nur Kopie oder doch Kunst? Freilich sei ein Spiegelbild zwar eine Art Kopie, die gespiegelte, verzerrte Form jedoch stelle eine völlig neue Ansicht dar. „Spiegelbilder lassen Objekte und Zeichnungen gleichermaßen magisch, lebendig und in einem völlig neuen Licht erscheinen – frei nach Sokrates: „Wenn ein Spiegelbild von 0 eine wirkliche Imitation von 0 ist und Kunst Imitation ist, dann sind Spiegelbilder Kunst.“


Der Künstler und Schmuckdesigner Bernhard Stimpfl-Abele lebte und arbeitete zwölf Jahre lang höchst erfolgreich im Ausland: Renommierte Galerien und Museen von Shanghai bis Texas, darunter die Saatchi Gallery in London, die Münchener Pinakothek der Moderne oder die Pariser Fashion Week stellten Werke des Nachfahren einer ehemaligen Glaserzeugungsdynastie aus dem oberösterreichischen Freudenthal aus. 2015 kehrte er aus familiären Gründen nach Österreich zurück und stellte mit seiner Schmuckausstellung „Transformationen“ zum 10jährigen Bestehen des Themenweges „Das gläserne Tal“ erstmals in seiner Heimat aus. Der 34jährige Künstler absolvierte  anschließend die Forstfachschule Waidhofen a.d.Ybbs und nahm an Ausstellungen in Salzburg und im MAK in Wien teil.


Der Metalltechnik Meister Alexander Schreilechner ist seit 2007 selbständig und sammelte unter anderem in Los Angeles als Kunstschmied bei den Salzburger Festspielen in der Bühnentechnik Erfahrungen und machte sich im Bereich Kunst am Bau und im öffentlichen Raum u.a. in Salzburg, einen Namen. Laufende Ausstellung im Architekturbüro HMP- Architekten.



Rückfragehinweis:
pr kompakt
Petra Reichenberger
+43 (0) 669 10 11 30 82
www.prkompakt.com
Wien
Otto-Bauer-Gasse 3/11
1060 Wien


 
 
x1x