Die "Metalart & Schmuck"-Ausstellung Geisterformen wurde beim diesjährigen Glasmacherfest im August erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Am Freitag, dem 29. September 2017, findet nachmittags ab 14:00 Uhr eine Finissage dieser Ausstellung statt.

Hier finden Sie ein Video zu den Hintergründen von Geisterformen, sowie ein Portrait der beiden Künstler.

 

Künstler-Statement "Geister-Formen"


Wenn das Alte gleichzeitig das Neue ist:

Bernhard Stimpfl-Abele und Alexander Schreilechner versuchen in ihrer aktuellen Arbeit das Neue als Ergebnis von Umwandlungsprozessen zu entdecken. Die beiden Künstler konzentrieren sich dabei auf Zeichnungen alter Glasarbeiter und Formen der ehemaligen Glasfabrik Freudenthal aus längst vergangener Zeit, die "das Alte" repräsentieren und durch neue Perspektiven tatsächlich zu Neuem werden. Dabei entsteht das Neue aus zwei unterschiedlichen Ansätzen. Einerseits aus einer einfachen Kopie oder andererseits in Form eines Spiegelbildes, was einen weiteren Ausgangspunkt darstellt.

Spiegelbilder von dreidimensionalen Objekten auf dem Gebiet Skulptur und Schmuck lassen Objekte und Zeichnungen magisch, lebendig und in einem völlig neuen Licht erscheinen. Dies wiederum lädt zu einer grundsätzlichen Diskussion ein, denn im Gesamten kommt es bei der Kunst nicht auf das Alte, Neue oder Zeitlose an, sondern vielmehr auf das Lebendige. Alt und Neu sind keine Gegensätze, sie beziehen sich aufeinander, beschreiben eine Zeitfolge ohne ein Qualitätsurteil einzuschließen.

Ist ein Spiegelbild eine Kopie oder Kunst?

Es ist eine Kopie in Form eines Spiegelbildes, welches nicht einfach eine Kopie, sondern eine weitere Ansicht des Neuen ist.

"Wenn ein Spiegelbild von 0 eine wirkliche Imitation von 0 ist und Kunst Imitation ist, dann sind Spiegelbilder Kunst."
- Sokrates


Bernhard Stimpfl-Abele, Alexander Schreilechner
 
 
x1x